Quantitative Studie zur Altersvorsorge in der Schweiz
Analyse der Rentenentwicklung eines Durchschnittshaushalts im Schweizer Vorsorgesystem
Zusammenfassung
Diese Studie simuliert die Altersrente eines Schweizer Durchschnittshaushalts auf Basis aktueller Daten des Bundesamts für Statistik sowie der geltenden gesetzlichen Parameter. Ziel ist die transparente Quantifizierung der Einkommensersatzquote der ersten und zweiten Säule sowie die Bestimmung der erforderlichen privaten Sparquote unter definierten Annahmen.
Erkenntnisse
Einkommensersatzquote
Die durchschnittliche Rente eines Schweizer Haushalts aus allen drei Säulen erreicht rund 50 % des letzten Erwerbseinkommens. Damit bleibt sie deutlich unter der vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kommunizierten Ersatzquote von 80 %.
Erforderliche Sparquote
Um die Rentenlücke zur kommunizierten Zielgrösse von 80 % des letzten Erwerbseinkommens zu schliessen, ist eine Sparquote von rund 8 bis 12 % des Bruttohaushaltseinkommens erforderlich.
Frühzeitiges Vorsorgen
Bei einem Vorsorgestart mit 21 Jahren beträgt das Verhältnis von Einzahlungen zu Auszahlungen bis zum Pensionsalter rund 425 %. Erfolgt der Start zehn Jahre später, sinkt dieses Verhältnis auf etwa 295 %.